Renaissance der Retsina?
Jan 16th, 2010 by Joannis
In letzter Zeit häufen sich Reportagen und Zeitungsartikel, in denen eine Renaissance der Retsina beschrieben wird… der griechische Tischwein soll aus der Mode gekommen sein und der Grieche an sich bevorzuge modischen Flaschenwein… was soll das? Über 15 Prozent der hellenischen Weinproduktion entfallen schon auf die Retsina. ( Obacht! Im Griechischen ist diese Weinvariante weiblich..). Das sind immerhin 600.000 Hektoliter…Und es gibt doch wirklich sehr viele Konsumenten die auf Retsina schwören. Klar, Retsina aus den großen Kellereien Kourtakis und Malamatina, sind
Massenprodukte… kleine bauchige Halbliter-Flaschen mit Kronkorken. Was soll’s! Retsina ist nicht zur langen Lagerung gedacht. Obwohl ich auch schon “mehrere Jahre vergessene” Flaschen geöffnet habe…alle waren einwandfrei. Und ich war noch in keiner griechischen Kneipe wo es keine Retsina gab. Auch wir haben Retsina vorrätig… Die Geschichte der Retsina geht zurück bis in die griechische Antike. Der Wein lagerte in Amphoren und wurde mit Harz abgedichtet. Sonst wäre Sauerstoff eingedrungen und innerhalb kurzer Zeit wäre der Wein verdorben. Das Harz war nicht nur Dichtmittel, sondern gab auch seine Aromen an den Wein ab. Heute versetzt man den Wein mit einer genau dosierten Menge Harz von der Aleppo-Kiefer. Die “neue Retsina” trinke ich auch gerne…. wenn sie aus solch hochklassigen Betrieben wie GAIA oder C.A.I.R oder TYRNAVOS- Coop kommt. Dann eignet sich dieser Wein auch als Begleiter für hochwertige Speisen. Aber wenn ich in einer einfachen griechischen Taverne sitze, gibt es dort die einfache, bäuerliche Hausfrauenküche. Und was passt besser dazu als meine eisgekühlte Retsina… natürlich gemischt mit Cola… ganz klassisch. Dieses Getränk gibt es seit Neuestem (?) schon fertig gemixt in Dosen: BLACK RETSINA ! Sieht gut aus, werde ich mal probieren… Also: Schreibt nicht so viel dummes Zeug. Die Retsina ist und wird weiterhin Bestandteil der Kultur eines jeden Griechen bleiben. Giamas!






