Patent auf Schweine
Mai 17th, 2010 by Joannis
Der US-Agrarkonzern MONSANTO hat seinen nächsten Versuch gestartet, um Landwirte und Verbraucher mit Patenten in der Schweinemast zur Kasse zu bitten. Nach Recherchen von Greenpeace und weiteren Organisationen will der Konzern das Fleisch von Schweinen, die mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen von Monsanto gefüttert wurden, als Erfindung für sich beanspruchen. Monsanto hat offenbar bereits im vergangenen Jahr bei der Weltpatentbehörde in Genf Lizenzansprüche auf Schinken und Schnitzel angemeldet. Dahinter steckt wohl das strategische Interesse, die gesamte Kette in der Lebensmittelproduktion unter Kontrolle zu bringen. Monsanto reklamiert in dem Patentantrag für sich, dass die Verfütterung einer hauseigenen Gen-Soja-Sorte zu einer erhöhten Konzentration von ungesättigten Fettsäuren im Schwein führt und daher wären die entsprechenden Fleisch- und Wurst-Produkte eine exklusive Erfindung des Konzerns. Aber nicht nur Monsanto, sondern auch der Schweizer Konzern SYNGENTA und die deutschen Firmen BASF und BAYER sichern mit Patenten den Zugang zum lukrativen Lebensmittelmarkt. Allein zwischen 2007 und 2009 hat sich die Zahl der Anmeldungen auf normale Pflanzen und Saatgut verdoppelt. Das Geschäftsmodell hinter dem neuen Schweinepatent von Monsanto gilt als besonders lukrativ, weil der Patentinhaber wählen könnte, auf welcher Verarbeitungsstufe er Lizenzgebühren verlangt. Die Herrschaften dieser Konzerne sind erwiesenermaßen patente Kerlchen. Ich finde die Idee des patentierten Schnitzels bekloppt… demnächst werde ich dann in einer Gaststätte die Panade reklamieren, weil sie nicht richtig an dem Schnitzel haftet oder nicht den kommenden EU-Richtlinien entspricht. Krasse Sache!







das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Schweinerei!! Ich bin auch gegen Monsanto. Habe meine wenigen Aktien von Monsanto bereinigen lassen und auch in der täglichen Arbeit im Weinberg boykottieren wir Pflanzenschutzmittel dieser Firma.