Ola me to macheri
Sep 6th, 2007 by Joannis
Wer schon einmal in Griechenland war kennt die Szene: Melonenverkäufer ziehen den ganzen Sommer über von Haus zu Haus, wiegen schwere Wassermelonen auf ihren provisorischen Waagen aus und verkaufen gleich mehrere auf einmal. Ein lukratives Geschäft ! Wenn der Melonenverkäufer aber von seinem Wagen aus mit durchdringendem Ton durch ein Megaphon ruft “freska karbouzia, ola me to macheri” - also “Frische Melonen und alle mit dem Messer” - dann meint er damit nicht, daß es jetzt als Sonderaktion zu jeder Melone ein Messer gratis gibt, sondern “mit dem Messer” bedeutet: “Ich schneide euch eine Wassermelone auf und ihr probiert. Dann könnt ihr entscheiden, ob ihr sie kaufen wollt oder nicht.” Während die Wassermelone jederzeit gewissermaßen als “Erfrischung” dient, kommt die Honigmelone eher als sommerliches Dessert auf den Tisch.
Auch der Kürbis ist entfernt mit der Melone verwandt. Auch er enthält rund 90 Prozent Wasser. Er wirkt aber festfleischig und saftarm, weshalb man ihn nicht roh verzehrt, sondern Zubereitungsformen wählt, für die sich Melonen in ausgereiftem Zustand kaum eignen: In Sirup eingelegt, steht Kürbis das ganze Jahr über zur Verfügung und rettet etwas von der spätsommerlichen Sonne bis in trübe Wintertage.
Kürbis in Sirup
1 kg Hokkaidokürbis, 1 kg Zucker, 1 kg Traubenzucker, Saft von 2 Zitronen, 50 g Glukose, 500 ml Wasser ( oder Wasser/Weißwein 1/2 und 1/2 ), Zimtstangen, Sternanis, Nelken, Vanilleschoten, weiße Pfefferkörner, Koriander.
Den Kürbis schälen, die faserigen Teile ausschneiden und in Würfel von 1 cm Kantenlänge schneiden. Die Kürbisstücke mit dem Wasser kurz bißfest dünsten. Herausnehmen. In sterilisierte Einweckgläser verteilen und jeweils etwas von den Gewürzen zugeben. Den Zucker, Zitronensaft und die Glukose zum Wasser geben, aufkochen, 5 Minuten köcheln lassen, die Weckgläser auffüllen und verschließen. Der Kürbis ist gut gekühlt mehrere Monate haltbar. Er wird als Nachspeise oder zum Mokka gereicht.






