Grand Cru Risotto.
Jul 27th, 2007 by Joannis
Auf allen Kontinenenten dieser Welt wird Reis angebaut. In über 1400 Sorten und in höchst unterschiedlichen Mengen. Im Vergleich zu den südostasiatischen Sumpfkulturen muten die Flächen Italiens, auf denen die grünen Halme im Wasser wachsen, beinahe winzig an. Jede der immerhin sieben Reis-Regionen Italiens trumpft mit besonderen Spezialitäten auf. ”Uncle Ben’s” Kochbeutel haben hier keine Chance.
“Commune”, “Semifino”, “Fino” und “Superfino” heißen die Vier Gruppen, nach denen die italienischen Reisproduzenten ihre 48 unterschiedlichen Sorten klassifizieren. Zwölf davon - Arborio, Redi, Volano, Baldo, Roma, Carnaroli, Corallo, Gritna, Odna, Silla, Strella, Belgioioso - gehören ins “Superfino”-Oberhaus. Und einer von ihnen ist am begehrtesten: der Carnaroli. Seine Fans zahlen gern den dopplten Preis - wenn sie ihn nur bekommen. Der Reis ist so etwas wie der “Petrus” dieses Getreides ein Grand Cru zwar, nicht der einzige, doch genauso glorifiziert wie der Wein aus Bordeaux. Im wesentlichen unterscheidet sich der Carnaroli dadurch von der Konkurenz, daß er so gut wie nicht klebt. Geschmackliche Nuancen können nicht einmal die Produzenten rund um Vercelli beschreiben. Und die essen mindestens sieben mal die Woche Reis, entweder in der Minestrone, im Salat oder eben als Risotto. Letzterer kann herrlich sein oder ein schwer zu verzehrender Mampf - und das in allen Variationen, alla Caruso, mit Bananen oder Lachs, Minze oder Gorgonzola.






